Master-Studiengänge

Wirtschaftspsychologie

Abschluss: Master of Arts (M.A.)

Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner - im beruflichen Alltag werden sie laufend mit verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen und subjektiven Verhaltensweisen konfrontiert. Mit den daraus entstehenden positiven wie negativen Dynamiken beschäftigt sich die Wirtschaftspsychologie. Absolventen dieses interdisziplinären Studiengangs sind an vielen Schnittstellen im Unternehmen gefragt: Sie sind im Bereich Personal für die Teambildung und -entwicklung verantwortlich, konzipieren durch gezielte Marktforschung wirksame Vermarktungsstrategien oder helfen in Konfliktsituation durch Mediation.

Derzeit stehen drei verschiedene Vertiefungsrichtungen im Studiengang zur Auswahl:

Arbeits- und Organisationspsychologie
Mediation und Verhandlungsführung
Marketing- und Konsumentenpsychologie


Ihren Master-Abschluss erreichen Sie in 3 Stufen. In den ersten beiden Semestern werden jeweils die Grundlagen einzelner Teilbereiche Ihres spezialisierten Studiengangs behandelt. Schließen Sie das jeweilige Semester ab, erhalten Sie über Ihr neu erworbenes Fachwissen ein Hochschulzertifikat. Die letzte Stufe wird schließlich mit dem Hochschulabschluss Master of Arts abgeschlossen.

Studienort

Angeboten wird der Studiengang an folgendem Studienzentrum:

Beim Klick auf den Ort stellen wir Ihnen das Hochschulstudienzentrum ausführlich vor.

Berlin

Dauer und Vorlesungszeiten

Dauer: 4 Semester

Vorlesungszeiten (Änderungen möglich):

abends/samstags
Bei Start im Wintersemester
Berlin
2 bis 3 x monatlich freitags 16:30 - 21:30 Uhr und samstags 08:30 - 17:00 Uhr.
Bei Start im Sommersemester
Berlin
2 bis 3 x monatlich freitags 16:30 - 21:30 Uhr und samstags 08:30 - 17:00 Uhr.

Studieninhalte

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Wirtschaftspsychologie

Abschluss: Master of Arts (M.A.)


Auszug aus den Vorlesungen: (Änderungen vorbehalten)
Studieninhalte können je nach Studienbeginn variieren. Aufgrund der Studienfachpräferenzen der Studierenden haben die einzelnen Hochschulstudienzentren regionale Profile von regelmäßig durchgeführten Vertiefungsrichtungen und Wahlmodulen entwickelt. Sollten sich die Präferenzen der Studierenden ändern, werden die Studienprogramme entsprechend angepasst.

Semester 1 bis 4
1. SEMESTER

Allgemeine Psychologie
  • Leistungsmotivation
  • Emotion
  • Wahrnehmung
  • Aufmerksamkeit
  • Gedächtnis
  • Lernen
  • Denken
  • Handlung
Sozialpsychologie
  • Individuum und soziales Umfeld
  • soziale Interaktion
  • Gruppendynamische Entscheidungsprozesse im sozialen Umfeld „Betrieb“
Differentielle u. Persönlichkeitspsychologie
  • Intelligenz und Leistung
  • Persönlichkeit und Interessen
Arbeits- u. Organisationspsychologie
  • Mensch und Technik
  • Gruppe und Organisation
  • Organisation und Rehabilitation
  • Personal


Hochschulzertifikat: Professional Certificate
2. SEMESTER

Märkte und Unternehmen
  • Volkswirtschaftliche Begriffssysteme und theoretische Konzepte
  • Wirtschafts- und Marktordnung
  • Angebot und Nachfrage
  • Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
  • Fallstudien zur Wirtschaftspolitik
  • Begriffliche Grundlagen der Betriebswirtschaft
  • Grundlagen Business Plan
  • Betriebliches Rechungswesen (internes/externes ReWe)
  • Unternehmensplanung und -steuerung
  • Investitionsrechenverfahren
  • Unternehmensbewertung
Wirtschaftsrecht
  • BGB/HGB
  • Unternehmensrecht
  • Einführung in den gewerblichen Rechtsschutz
  • Arbeitsrecht
  • Vertragsrecht
Personal und Organisation
  • Personal
  • Organisation
  • Organisationsentwicklung
  • Organisationaler Wandel und Change Management
Marketing und Käuferverhalten
  • Marketing-Plan und -Ziele
  • Strategisches und Operatives  Marketing
  • Marketingorganisation und -controlling
  • Dienstleistungsmarketing
  • Vertriebsmanagement / Customer Relationship Management
  • Schlüsselkompetenzen im Vertrieb


Hochschulzertifikat: Graduate Certificate
3. SEMESTER

Strategische Unternehmensführung
  • Führungsansätze, -stile und -modelle
  • Unternehmensplanung und -organisation
  • Ziele, Arten und Merkmale der Unternehmensführung
  • Strategieformulierung, -auswahl, -implementierung und -überprüfung
  • Strategische Analysen (z.B. Branchenstrukturanalyse, Wettbewerbsanalyse)
  • Gestaltung von Geschäftsprozessen und Geschäftsprozessoptimierung
  • Risikomanagement
  • Verantwortliches Handeln in Unternehmen und Unternehmensethik
Vertiefungsmodul I
Personal und Arbeitsgestaltung (Vertiefung 1: Arbeits- und Organisationspsychologie)
  • Auswahl
  • Coaching
  • Teamentwicklung
  • Gruppen und Führung
  • Motivation
  • Supervision
  • Interkulturelles Handeln
Mediation und soziale Interaktion (Vertiefung 2: Mediation und Verhandlungsführung)
  • Voraussetzungen, Struktur und Ablauf der Mediation
  • Rollen und Modelle
  • Kommunikation in der Mediation
  • Kurzmediation
  • Praxis und rechtliche Rahmenbedingungen der Mediation
Werbung und Konsumverhalten (Vertiefung 3: Marketing- und Konsumentenpsychologie)
  • Psychologie des Kundenverhaltens
  • Werbe- & Verkaufspsychologie
  • Konsumentenverhalten & Gesamtwirtschaft
  • Verbraucherinformationen & Verbraucherschutz

Angewandte Methoden
  • Empirische Methoden: Gewinnung, Analyse und Bewertung wissenschaftlicher Informationen
  • Evaluationsmethoden
  • Qualitative und Quantitative Forschungsmethoden  

Vertiefungsmodul II
Organisation
(Vertiefung 1: Arbeits- und Organisationspsychologie)
  • Motivation und Handeln in Orgnisationen
  • Unternehmenskultur
  • Professionalisierung
  • Organisationsdiagnose und -ergebnisse
  • Soziale Gruppen
  • Teamarbeit und -entwicklung
Kontextspezifische Mediation (Vertiefung 2: Mediation und Verhandlungsführung)
  • Mediation im innerbetrieblichen Bereich
  • Mediation in der Wirtschaft
  • Mediation im öffentlichen Bereich
  • Interkulturelle Mediation
Medien u. Kommunikation (Vertiefung 3: Marketing- und Konsumentenpsychologie)
  • Multimediapsychologie
  • Kommunikationspsychologie
  • Technikpsychologie
4. SEMESTER

Thesis-Seminar
  • begleitendes Seminar zur Anfertigung der Master-Thesis
Thesis und Kolloquium

ECTS: 120

Akkreditierung

Zertifizierung durch: FIBAA

Akkreditierung:
Auch bei der Akkreditierung der Master-Studiengänge gab es Bestnoten für das didaktische Konzept und dessen inhaltliche Umsetzung. „Zentraler Bestandteil des Konzeptes ist das Erfahrungsbasierte Lernen, das in besonderem Maße den berufsbegleitenden Charakter des Studiengangs berücksichtigt“, so die Gutachter der FIBAA. „Vielfältige, auf die Module ausgerichtete Methoden werden in den Studiengängen angewendet“ - zum Beispiel in praxisorientierten Projektarbeiten und Fallstudien. Die wissenschaftsbasierte und zugleich anwendungsorientierte Lehre an der GoBS sorgt auf diese Weise für direkte Synergieeffekte zwischen Studium und Beruf. Neben der fachlichen Ausbildung fördert ein Master-Studium so zusätzlich interdisziplinäres Denken und die eigene Persönlichkeitsentwicklung - zusammen mit einem ausgewogenen, gut verknüpften Curriculum bieten sich beste Voraussetzungen zur beruflichen Weiterentwicklung. Auch die Studierbarkeit nahmen die Gutachter unter die Lupe und bestätigen: Wer neben dem Studium Vollzeit arbeitet, ist in der Lage, die Studiengänge zu absolvieren. Dazu trage auch die Serviceorientierung der GoBS bei, die auf berufstätige Studierende zugeschnitten sei, so die Gutachter.

Das sagt der Studienleiter

Interview mit Prof. Dr. Justin Becker und Nicole Torjus.

Sie lehren beide im Master-Studiengang Wirtschaftspsychologie an der GoBS. Warum war es Ihnen wichtig, dieses Interview gemeinsam zu führen?
Justin Becker: Weil das, was wir lehren, aufeinander aufbaut. Nicole Torjus unterrichtet die theoretischen Grundlagen der Psychologie im 1. Semester. Im 2. Semester wird dieses Wissen gleich praktisch angewendet, wenn ich Marketing und Käuferverhalten lehre. Die Studierenden können Inhalte der Konsumentenverhaltensforschung nur verstehen, wenn sie die psychologischen Hintergründe kennen. Beispielsweise ist es wichtig zu wissen, wie das Gehirn etwas wahrnimmt und abspeichert, um Bilder im Marketing erfolgreich einsetzen zu können. Erfolgreich meint hier, das gewünschte Marketingziel auch zu erreichen.

Was genau lehren Sie jeweils?
Nicole Torjus: Ich lehre im Bereich der Grundlagenfächer die Allgemeine Psychologie. Inhalte sind hier psychische Funktionen, die allen Menschen gemein sind. Was sind Emotionen, wie funktioniert Lernen und so weiter. Als sogenanntes Anwendungsfach unterrichte ich Arbeits- und Organisationspsychologie.
Justin Becker: Ich habe an der GoBS eine Professur für Marketing und betreue in diesem Studiengang neben Marketing auch Konsumentenverhalten, Werbung und Konsum.

Was sind aus Ihrer Sicht die Ziele des Studiengangs?
Justin Becker: Die Studierenden lernen, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und gedanklich tiefer in ein Thema vorzudringen. Wir vermitteln ihnen theoretische Grundlagen, damit sie beispielsweise Marketinginhalte wirkungsvoller produzieren können. Mit diesem Wissen müssen Entscheidungen nicht mehr aus dem Bauch heraus getroffen werden. Das Gleiche gilt für den Bereich Personalmanagement. Wie prüfe ich, ob jemand in ein Team passt oder nicht? Wie kann ich Mitarbeiter motivieren, wenn sie eine Arbeitsaufgabe nicht schaffen? Wie gehe ich mit Konflikten im Team um? Die Studierenden erhalten theoretisches Rüstzeug, um in der Praxis besser bestehen zu können. Sie lernen, konstruktiv zu agieren, und verstehen Alltagssituationen in Zukunft besser.

Frau Torjus, möchten Sie das ergänzen? Können Sie hier ein Beispiel geben?
Nicole Torjus: Ich würde an dieser Stelle gern aufgreifen, dass sich der Studiengang in mehrere Stufen gliedert. In der ersten Stufe bekommen die Studierenden die psychologischen Grundlagen vermittelt, die wir bereits erwähnt haben. Diese ermöglichen es Ihnen – wie Herr Becker schon gesagt hat – Situationen anders zu bewerten und nicht mehr als gegeben hinzunehmen. Mit dem entsprechenden Wissen kann man zum Beispiel ganz anders an das Thema Motivation herangehen. Was ist das eigentlich? Und wie kann man denn tatsächlich sinnvoll motivieren? Studierende haben mir schon berichtet, dass es ihnen leichter fällt, in bestimmten Situationen zu agieren, einfach weil sie das zwischenmenschliche Miteinander besser verstehen und betrachten können.
In der zweiten Stufe werden die psychologischen Inhalte mit den betriebswirtschaftlichen verbunden. Die Spezialisierung ab der dritten Stufe ermöglicht es dann, diese Verbindung nach eigenen Wünschen zu vertiefen. Das bedeutet: In diesem Schritt wählt der Studierende selbst das inhaltliche Ziel und damit seinen Anwendungsschwerpunkt.

Für welche Berufsgruppen ist der Studiengang besonders geeignet?
Justin Becker: Aus meiner Sicht sind das die Berufsgruppen Personalmanagement, Kommunikation und Mediation, die wir auch mit den drei Vertiefungsrichtungen im dritten Semester ansprechen. Die Studierenden kommen jedoch aus allen Branchen. Es sind Betriebswirtschaftler, Führungskräfte und Kommunikationsfachleute. Auch von der Bundeswehr ist ein Studierender dabei. Und sie bringen alle Erfahrungen aus ihrem Berufsleben mit. Das ist anders als bei klassischen Universitätsstudenten und entspricht dem Anspruch der GoBS, Berufspraktikern einen akademischen Abschluss zu ermöglichen. Während der Veranstaltungen denken sie intensiv mit und brechen das Erlernte sofort auf die Praxis herunter: Was bedeutet der jeweilige Inhalt konkret für mich in meinem Unternehmen? Das macht die Lehre interessant und natürlich auch unvorhersehbar!

Warum sind Kenntnisse in Wirtschaftspsychologie heute in Unternehmen wichtig?
Nicole Torjus: Alle Unternehmen haben mit Menschen zu tun: mit Kunden, Zulieferern, Mitarbeitern. Letztere sind die wichtigste Investition eines Unternehmens. Wie wähle ich die richtigen Mitarbeiter für die richtige Position aus? Was kann ich tun, damit sich Mitarbeiter auf die Werte eines Unternehmens einstellen, damit sie sich damit wohlfühlen und motiviert sind, die Unternehmensziele mitzutragen und zu erreichen? Was mache ich, um Veränderungsprozesse herbeizuführen und zu begleiten? Das Wissen aus dem Studium hilft, Entscheidungen in der Praxis sicherer zu treffen.
Justin Becker: Die Marketingpsychologie bildet das Leben ab. Es werden Dinge aus dem Leben analysiert. Dadurch werden sie begreifbarer und verständlicher. Darum geht es letztlich in dem Studium, um das Begreifen!

Welchen Unternehmen würden Sie raten, sich mit Wirtschaftspsychologie auseinander zu setzen?
Justin Becker: Grundsätzlich ist der Studiengang natürlich für alle Unternehmen gedacht, die kommunizieren müssen. Entscheidend ist wirtschaftspsychologisches Wissen jedoch auch für Mitarbeiter aus größeren Unternehmen, die echte Personalverantwortung tragen, die Teams und Projektgruppen leiten.

Frau Torjus, lernen die Studierenden auch mit Statistiken umzugehen?
Nicole Torjus: Im Rahmen des Studiengangs werden natürlich auch angewandte Methoden vermittelt. Und im Rahmen der Analyse und Bewertung wissenschaftlicher Informationen ist es notwendig, auch statistische Kennzahlen interpretieren zu können. Grundsätzlich fördern wir das Verständnis für die Statistik, da wissenschaftliche Erkenntnisse eben auch auf statistischen Methoden beruhen. Die Studierenden sollen verstehen, wie Ergebnisse zustande kommen und wie sie zu bewerten sind.

Welche aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen Sie in Ihre Lehre einfließen?
Justin Becker: In meine Veranstaltungen lasse ich vor allem praxisrelevante Studien einfließen. Sehr spezielle Einzeluntersuchungen kommen eher nicht vor, da sie vom Eigentlichen ablenken. Denn mir ist wichtig, die Genese der Theorien zu vermitteln: Wo kommen sie her, wie haben sie sich entwickelt? Die Studierenden sollen verstehen, was einzelne Theorien heute für die Praxis bedeuten und wie sie sie anwenden können. Gerade im Fach Werbung und Konsum kommt mir meine eigene Forschungsarbeit zur Kreativität in der Werbung natürlich zu Gute.

Frau Torjus, lernen die Studierenden bei Ihnen auch Experimente kennen oder führen selbst welche durch?
Nicole Torjus: Mit den Experimenten ist es ähnlich wie mit der Genese der Theorien. Um psychologische Inhalte vermitteln zu können und die damit verbundenen Theorien, ist es auch notwendig, sich klassische Experimente genau anzusehen und mit bestimmten Begrifflichkeiten umgehen zu können. Ein Experiment ist eine methodisch angelegte Untersuchung zur Gewinnung von Daten. Es ist daher angemessener zu sagen, die Studierenden lernen Methoden kennen und werden sie anwenden. Ob das Experiment die passende Methode für eine zu untersuchende Fragestellung ist, ist die richtige Frage.

Worauf legen Sie in der Lehre besonderen Wert?
Justin Becker: Einen interaktiven Unterricht, bei dem die Studierenden mitreden und Fragen stellen, finde ich wichtig. Ich möchte ihnen den Stoff nicht vorkauen. Wenn ich die Grundlagen vermittelt habe, freue ich mich, wenn sie anfangen, selbst zu interpretieren und inhaltlich zu diskutieren. Das Studium ist ja so aufgebaut, dass zuerst Wissen vermittelt wird, dann kommt das Verstehen und zum Schluss wird es spezieller. Dadurch holt man vor allem die Leute ab, die noch keine akademische Vorbildung haben. Sie können sich Schritt für Schritt einlesen und ihre berufspraktischen Kenntnisse einfließen lassen.
Nicole Torjus: Ich kann mich hier voll und ganz der Antwort von Herrn Becker anschließen. Inhalte müssen leben, nur dann bleiben sie im Gedächtnis haften. Das bedeutet, dass ich in meine Module – soweit es möglich ist – auch Gruppenarbeiten, kleine Übungen und Fallstudien einbringe. Und es ist mir wichtig, Inhalte gemeinsam zu erarbeiten. Bei einigen psychologischen Themen ist oft schon Wissen da, und ich versuche, dieses Wissen bewusst zu machen und mit neuem zu ergänzen. Mein persönliches Anliegen ist es, Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung in die Praxis zu übertragen und den Transfer zu erleichtern, ohne dabei das theoriegeleitete Vorgehen zu vernachlässigen.

Was beobachten Sie: Was bringt das nebenberufliche Studium den Teilnehmern?
Justin Becker: Erst einmal ist es ein echter Beweis von Motivation, ein Signal an den Arbeitgeber. Diese Wirkung darf man nicht unterschätzen! Durch das neue Wissen werden die Teilnehmer selbstbewusster. Und alle profitieren sehr von dem intensiven Austausch mit anderen Branchen, ich auch! Das nebenberufliche Lernen erfordert einen ganz eigenen Rhythmus – das kann zur Droge werden! Viele kommen wieder und studieren weiter.
Nicole Torjus: Wie schon bei einer der vorherigen Fragen erwähnt: Studierende berichten, dass sie berufliche Situationen und den beruflichen Alltag anders wahrnehmen. Das ist die eine Richtung. Aber es gibt auch die Richtung, dass Studierende im Anschluss zu mir kommen und berichten, wie sehr sie Situationen aus ihrem Alltag in den Theorien wiedererkennen. Das nebenberufliche Studieren ermöglicht es wie nirgends sonst, Theorie und Praxis direkt miteinander zu verbinden. Der große Pool an unterschiedlichen Erfahrungen und Wissen und damit auch unterschiedlichen Betrachtungsweisen ist für alle (mich eingeschlossen) ein Zugewinn.

Wie sind Sie zur GoBS gekommen?
Justin Becker: Nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre habe ich 2006 zu "Kreativität in der Werbung" promoviert und einige Jahre praktische Erfahrung in Medien und Werbung gesammelt. Bereits seit Ende der 1990er Jahre unterrichte ich Marketing an der VWA. Das hat mir immer großen Spaß gemacht. Später war ich für die FOM Hochschule tätig, und als 2011 die GoBS gegründet wurde, bin ich dort als erster Professor berufen worden. Neben der Professur bin ich noch als freier Strategie- und Konzeptionsberater tätig. Der Praxisbezug ist mir nach wie vor wichtig.
Nicole Torjus: Ich bin seit einem Jahr als Dozentin für die GoBS tätig. Es war eher ein Zufall. Lehren bzw. Wissen weitergeben ist etwas, was mir sehr viel Spaß macht, ob als Dozentin oder als Trainerin. Dann bekam ich eine E-Mail, in der Dozenten für diesen Studiengang gesucht wurden. Nebenberufliches Studium mit starkem Praxisbezug, da gab es für mich nur eine Antwort: Da will ich hin!

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Erfahren Sie mehr über den Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie an der FOM Hochschule in Berlin.

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